| Es gibt viel zu tun! |
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Die Vorsitzenden der Regional- und Ortsverbände tagten Reutlingen - Am Samstag, 12. Juni, trafen sich die Regionalvorsitzenden des Tonkünstlerverbandes Baden-Württemberg (TKV-BW) zur jährlichen Konferenz. Mit 17 Regionalvorsitzenden war die Sitzung extrem gut besucht, 15 der insgesamt 20 Regionalverbände waren vertreten. Unter der Leitung von Isolde Gartenfeld, die als Vorstandsmitglied des TKV-BW das Referat „Konferenz der Regional- und Ortsverbände“ seit 2004 mit großem Engagement führt, wurde in drei Stunden sachlich und engagiert diskutiert.
Nach der offiziellen Begrüßung und Genehmigung der Tagesordnung berichtete Isolde Gartenfeld zunächst über die wichtigsten Inhalte der Bundesdelegiertenkonferenz vom 6. März 2010 in Essen. Danach kamen einige Themen zur Sprache, die zum Schluss der Konferenz in sechs Hauptpunkten festgehalten wurden. Anerkennung freier/privater Musikschulen als Einrichtung der außerschulischen Bildung Das Land Baden-Württemberg fördert nach Jugendbildungsgesetz § 1 „die außerschulische Jugendbildungsarbeit von Jugendverbänden, von Zusammenschlüssen von Jugendverbänden, von Musikschulen und von sonstigen Trägern der außerschulischen Jugendbildung, soweit sie öffentlich anerkannt sind, sowie von öffentlich-rechtlichen Körperschaften.“ Ausgeschlossen von der Förderung sind laut § 4 des Jugendbildungsgesetzes „Träger, die gewerblich oder in Anlehnung an ein gewerbliches Unternehmen arbeiten.“ Der TKV-BW muss dringend darauf hinarbeiten, dass auch die freien/privaten Musikschulen und freiberuflichen Musiklehrer, die Mitglied im TKV-BW sind, als Einrichtungen der außerschulischen Jugendbildung öffentlich anerkannt werden und damit das gleiche Recht auf Förderung aus öffentlicher Hand erlangen wie die kommunalen Musikschulen. Gegebenenfalls wäre eine juristische Prüfung nach Europarecht gemäß dem Grundsatz der Gleichbehandlung in Erwägung zu ziehen. Beteiligung am Förderprojekt „Singen – Bewegen – Sprechen“ Das Förderprojekt „Singen – Bewegen – Sprechen“ (S–B–S) des Landes Baden-Württemberg wurde in den Jahren 2007 bis 2009 an 17 Kindergärten des Landes als Pilotprojekt der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg erprobt – mit großem Erfolg. Kooperationspartner des Landes in diesem Modellversuch war der Verband deutscher Musikschulen (VdM). Am 1. Oktober 2010 werden nun die ersten 1.000 Kooperationen mit rund 20.000 Kindern, welche den Kindergarten im vorletzten Jahr besuchen. Die Ausschreibung wird in Kürze starten. Deshalb gilt es dringend zu klären, ob fortan auch private MusiklehrerInnen, die Mitglied im Tonkünstlerverband sind, am Förderprojekt „Singen – Bewegen – Sprechen“ teilnehmen können – für die Regionalvorsitzenden in Reutlingen ein absolutes Muss! Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob der TKV-BW die dafür notwendige, mehrphasige Fortbildung zu S–B–S anbieten kann (zum Beispiel im Rahmen der jährlichen Fortbildungskurse) und gegebenenfalls finanziell unterstützt bzw. dafür Unterstützung einwirbt. Umsetzung des Leitbildes des TKV-BW Die in Reutlingen anwesenden Regionalvorsitzenden wünschen sich mehr Präsenz des TKV-BW in der Öffentlichkeit. Sie fordern ein beherzteres Bekenntnis zum Leitbild des TKV-BW und vor allem seine tatkräftige Umsetzung – so wie es auf der Homepage festgehalten ist: „Wir vertreten die beruflichen Interessen aller, die in Musikberufen tätig sind: Profis aller Musikrichtungen (Ausübende und Lehrende), freiberufliche Kunst- und Kulturschaffende, Existenzgründer, Studierende an Musikhochschulen, branchennahe Unternehmen.“ Information der Mitglieder Im selben Zusammenhang vermissen die Regionalvorsitzenden aktuelle und nutzbringende Informationen von Seiten des Verbandes über aktuelle Entwicklungen auf dem Musikmarkt und in der Bildungspolitik. Es gilt, Entwicklungen und (anstehende) Veränderungen genau zu verfolgen, um rechtzeitig agieren zu können. Natürlich sind dabei auch die Mitglieder aufgefordert, ihre Beobachtungen dem Verband mitzuteilen. Reaktivierung des Ausschusses Freie/Private Musikschulen Die Regionalvorsitzenden sprechen sich für eine Wiederbelebung des Ausschusses Freie/Private Musikschulen aus – unter der Federführung von Ekkehard Hessenbruch, der im Vorstand des TKV-BW für das Referat „Musikalische Bildungspolitik“ zuständig ist, und von Thomas Ungerer, dem Sprecher im Landesfachausschuss Freie/Private Musikschulen. Honorarstatistik Vor einigen Jahren hat der TKV-BW eine Statistik über die Honorare der freien Musikschulen und Lehrer erhoben und seinen Mitgliedern zur Verfügung gestellt. Da eine solche Statistik vor allem für die jüngeren Kolleginnen und Kollegen eine hilfreiche Orientierung darstellt, wünschen sich die Regionalvorsitzenden eine aktuelle Erhebung.  Ulrike Albrecht / Isolde Gartenfeld |




